Chemische Experimente    

Experiment des Monats
September 2010

Der Radieschen-Indikator


Viele Pflanzenfarbstoffe wirken als Säure-Base-Indikator. Der Farbstoff in der Schale von Radieschen und roten Rettichen läßt sich mit Alkohol sehr leicht extrahieren.

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Geräte:
Reagenzgläser, Becherglas, Glastrichter, Erlenmeyerkolben, Faltenfilter
Radieschen-Schalen (oder rote Rettiche), 2-Propanol oder 1-Propanol; Säuren, Laugen und/oder Puffer-Lösungen.

Durchführung:
Die roten Schalen in einem Becherglas mit Alkohol übergießen und ca. 20 Minuten stehen lassen. Dabei wird der Farbstoff herausgelöst. Den Extrakt filtrieren. Die Lösung kann nun direkt eingesetzt werden (im hier gezeigetn Versuch 1:1 mit Wasser verdünnt) oder sie wird eingeengt und kann dann längere Zeit in einer geschlossenen Flasche gelagert werden. Der Radieschen-Indikator ist in stark saurer Lösung (pH < 2) orange-rot, in schwach saurer und neutraler Lösung hellviolett, im basischen gelb-grün.

Cyanidin

Erklärung:
Die Farbstoffe in den Radieschen gehören zu den Anthocyanen - wie viele andere Pflanzenfarbstoffe auch (vgl. EdM 05/2002); der Hauptfarbstoff ist Cyanidin. Sie sind schwache Säuren, bei denen sich die deprotonierte und protonierte Form in der Farbe unterscheiden (vgl. EdM 11/2000).

Gefahren: leichtentzuendlich
Propanol ist leichtentzündlich.

Entsorgung:
Die alkoholischen Lösungen werden zum Lösungsmittelabfall gegeben, wässrige Lösungen kommen zum Abwasser.

Literatur & Links:
Hartwig Möllencamp: Der Radieschenindikator - eine gute Alternative.
MNU 51 (1998), 410-413


August 2010: Die leuchtende Essiggurke

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Seite erstellt am: Dienstag, 31. August 2010, A. Schunk, Charité - Universitätsmedizin Berlin.  

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