Chemische Experimente    

Experiment des Monats
März 2014

Ölsäure-Stern


Fettsäuren bilden auf Wasser eine monomolekulare Schicht. Dabei verdrängen sie leichte Feststoff-Partikel auf der Oberfläche.

Experiment des Monats

Geräte und Chemikalien:
Talkum-Puder, Ölsäure (oder andere Fettsäure),
Petrischale, Metalldraht oder dünner Glasstab.

Durchführung:
Die Petrischale zu ca. 2/3 mit Wasser füllen. Talkum-Puder aufstreuen und durch vorsichtiges Blasen so verteilen, dass eine gleichmäßige dünne Schicht die gesamte Oberfläche bedeckt (für eine 15 cm Schale werden 0,1-0,2 g benötigt).
Die Spitze des Glasstabs oder Drahts in eine flüssige Fettsäure tauchen und damit die Mitte der Oberfläche in der Petrischale berühren. Die Talk-Schicht bricht auf und es bildet sich ein sternförmiges Muster.

Erklärung:
Fettsäuren sind in Wasser nahezu unlöslich. Ähnlich wie Tenside, lagern sie sich auf der Wasseroberfläche mit der polaren Carboxylgruppe an die Wassermoleküle an und die unpolaren Kohlenwasserstoffketten lagern sich zusammen. Es entsteht damit eine Fettsäure-Schicht auf der Wasseroberfläche, die die Talk-Partikel verdrängen. Da diese aber sehr starr sind (es handelt sich dabei um ein Schichtsilikat), lassen sie sich nur etwas zusammendrängen. Dadurch entsteht das charakteristische sternförmige Bild.
Wenn zu wenig Puder vorhanden ist, wird es wie auch andere Materialien (Bärlappsporen, Pfefferpulver etc.) an den Rand gedrückt und es entsteht ein großer Kreis.

Entsorgung:
Die Lösungen können zum Abwasser gegeben werden.

Literatur & Links:
H. Brandl: Trickkiste Chemie, S. 147/148


Februar 2014: Runge-Bilder

Archiv

Register



Diese Seite wurde im Januar 1998 in die Top 5% Chemistry Sites aufgenommen, vergeben von: Stefan Knecht: Die Homepage für Chemiker und Rolf Claessen's Chemie-Index. Im Mai/Juni 1998 wurde ihr der Learning Chemistry Top Site Award verliehen, im Juli 1999 der Bildungs-Award von Bildung Online.




Chemistry on Web



<- zurück zur A.S.-Homepage

«- zur Charité - Universitätsmedizin Berlin

Seite erstellt am: Dienstag, 18. März 2014, A. Schunk, Charité - Universitätsmedizin Berlin.  

Für den Inhalt externer Seiten wird keine Verantwortung übernommen!