Chemische Experimente    

Experiment des Monats
Juni 2016

Zementation von Kupfer


Schwermetall-Ionen dürfen nicht ins Abwasser gelangen. Schwermetallhaltige Abfälle werden in der Regel im Labor gesammelt und von spezialisierten Firmen entsorgt. In einigen Fällen kann die Menge durch einfache Behandlungen reduziert oder sogar "recycelt" werden.

Experiment des Monats   

Geräte und Chemikalien:
Kupfersulfat, Eisenpulver, verd. Schwefelsäure Becherglas, Rührstab.

Durchführung:
0,5 g Kupfersulfat werden in 200 ml Wasser gelöst und mit Schwefelsäure auf ca. pH 2 angesäuert. Unter ständigem Rühren werden 0,5 g Eisenpulver zugegeben. Es fällt sofort fein verteiltes Kupfer aus, nach wenigen Minuten ist die Zementation abgeschlossen. Überschüssiges Eisen kann durch Salzsäure aufgelöst werden.

Erklärung:
Kupfer gehört zu den Edelmetallen, es hat ein Redox-Potential > 0 V, Eisen ist ein unedles Metall. (vgl.EdM 02/1998) Metallisches Eisen wird in einer Kupfer(II)-haltigen Lösung oxidiert, Kupfer dabei reduziert. Um eine vollständige Zementation von Kupfer zu erreichen, muß Eisen im Überschuß zugegeben werden.

Gefahren: ätzend gesundheitsschädlich
Schwefelsäure ist ätzend, kupfersulfat gesundheitsschädlich.

Entsorgung:
Die überstehende Eisen(II)sulfat-Lösung muß ggf. neutralisiert und kann dann zum Abwasser gegeben werden, das Kupferpulver wird für spätere Experimente aufbewahrt.

Literatur & Links:
Wiskamp/Proske: "Umweltbewußtes Experimentieren im Chemieunterricht", Exp. 10.2
Lehrbücher der Anorganische Chemie


Mai 2016: Forensischer Blutnachweis

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Seite erstellt am: Donnerstag, 30. Jumi 2016, A. Schunk, Charité - Universitätsmedizin Berlin.  

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