Experiment des Monats
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Das Phänomen der Fluoreszenz - also der "Umwandlung" kurzwelligen Lichts in längerwelliges - kann bei anorganischen und organischen Stoffen beobachtet werden. Man kennt es von Mineralen und bestimmten Farbstoffen, aber auch einige Salze können fluoreszieren.
Geräte und Chemikalien:
Reibschale mit Pistill, Spatel, UV-Lampe (Kurzwelle, 254 nm)
Magnesiumbromid,
Zinn(II)chlorid.
Durchführung:
Etwa 1 g MgBr2·6H2O werden in einer Reibschale
zerkleinert. Unter einer UV-Lampe zeigt sich keine Leuchterscheinung. Nun wird eine
Spatelspitze SnCl2 zugegeben. An der Kontaktstelle zwischen beiden Salzen
ist (unter der UV-Lampe) gleich eine leichte Fluoreszenz zu erkennen. Nach dem
Verreiben leuchtet das ganze Gemisch hellgelb. Wird etwas Wasser zugegeben,
erlischt die Fluoreszenz sofort.
Erklärung:
Die Sn2+-Ionen führen zu Fehlstellen im Kristallgitter des
Magnesiumbromids. Dadurch entsteht ein Luminophor: kurzwelliges Licht (UV)
wird absorbiert und als längerwelliges (sichtbares) Licht wieder emittiert.
Wird der Kristallverband aufgelöst, z.B. beim Lösen in Wasser, wird auch
der Luminophor zerstört, die Lösung fluoresziert daher nicht.
Gefahren:
Zinnchlorid ist gesundheitsschädlich, Magnesiumbromid reizend.
Entsorgung:
Das Salz wird in Wasser gelöst und kann dann zum Abwasser gegeben werden.
Literatur & Links:
H. W. Roesky, K. Möckel: "Chemische
Kabinettstücke" - Versuch 79, S. 192-193
Dezember 2007: Pyrophores Eisen
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Seite erstellt am: Montag, 31. Dezember 2007, A. Schunk, Institut für Didaktik der Chemie, Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main.
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